Seiten

Dienstag, 6. April 2021

Anton Sterbling - ein rumänischer Kafka

Anton Sterbling: "Die versunkene Republik". Roman, Pop Verlag, Ludwigsburg, 280 Seiten, 18,50 € (D).

Anton Sterbling ist ein angesehener Wissenschaftler, Autor und Herausgeber deutscher Abstammung aus Rumänien. Die deutsche Minderheit in diesem südosteuropäischen Land ist seit weit über 100 Jahren ein Land der Dichter. Das hat auch mit den engen kulturellen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem jüdischen Bildungsbürgertum in der Region der ehemaligen K.u.K. - Monarchie zu tun, die man auch Galizien nennt. Sie liegt heute in Ungarn, der Westukraine und Rumänien, so weiß man spätestens seit ausgiebigen Berichten über den deutsch-jüdischen Literatencluster Bukowina mit der regionalen Hauptstadt Czernowitz. Literarische Fixsterne dieser untergegangenen Welt sind, um nur einge stellvertretend zu nennen, so große Namen wie Joseph Roth, Alfred Margul-Sperber, Itzig Manger, Paul Celan, Rose Ausländer oder Herta Müller, die 2009 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Sterblings Erzählband "Die versunkene Republik" verhandelt wie der vorherige Band "Klimadelirium und andere furchtbare Erzählungen" diese politisch, historisch und kulturell komplizierten, aber extrem inspirationsträchtigen Kosmos. Er meint also nicht bloß die untergegangene Welt des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn (die Region wurde auch pupulär durch den Film und das Musical "Anatevka" nach dem Roman "Tewje, der Milchmann" von Scholem Elejchem). Untergegangen ist auch die Welt der "Donauschwaben" und das Erbe des real existierenden Sozialismus. Aus diesem Grund ist die deutsche Minderheit aus dem Banat nach Deutschland ausgewandert. Darunter sind immer noch erstaunlich viele Dichterinnen und Dichter. Anton Sterbling ist einer der Vielseitigsten von ihnen und hat sich, anders als andere, die sich dafür zu schade waren, als Wissenschaftler immer selbst ernährt.

Im Vorwort des Autors heißt es: "Das Anliegen dieser Erzählungen ist die künstlerische Erfindung des eher Unwahrscheinlichen, aber doch nicht ganz Unmöglichen". Das trifft recht gut den Tenor des gesamten Bandes, dessen Titelgeschichte schon mit dem erstern Satz sprachlich sehr an Franz Kafka erinnert: "Man hatte mich zum Stadtschreiber bestellt und mir nahezu unbegrenzte Rechte und Arbeitsmöglichkeiten zugesagt. Das war wahrscheinlich ein Fehler." Eine trockene, nüchterne Sprache, mehr Kanzleistil als Poesie schreibt Sterbling. In ihrer gelegentlich geradezu altmodischen Umständlichkeit liegt manchmal Ironie, häufiger aber List. Sie könnte täuschen über die brillante Intelligenz dieses Autors, ebenso wie die scheinbare Naivität des Ich-Erzählers. Dessen sachliche Sprache erzeugt Distanz, bewirkt aber auch so etwas wie Objektivität.

Das Skurrile hält schon mit dem Beschluss des Stadtschreibers Einzug, den Kirchturm für einen Monat als Wohn- und Arbeitsplatz zu wählen, weil er von dort aus das ganze Gebiet überblicken kann, über das er schreiben will. Wie zur Erfüllung eines Gelübdes erlegt er sich auf (vergeblich, wie sich rasch zeigen wird), sich weder zu rasieren noch den Kirchturm zu verlassen, bevor er seinen Auftrag erledigt hat. Der Takt der Turmuhr und die Aussicht sollen dazu beitragen, "in der Zeit und doch zugleich jenseits von ihr, konzentriert und trotzdem immer wieder abschweifend, nachzudenken und Folgendes zu schreiben...". Es soll eine Art soziologische Abhandlung werden über die historische Entwicklung seiner Heimatstadt, die er vor langen Zeit verlassen hat. Das Ergebnis ist eine grandioyse Metapher für seelische Verwüstungen, die Populismus und politischer Fanatismus hinterlassen.

Ähnlich wie Stefan Heyms Roman "Schwarzenberg" ist der Text ein Gedankenexperiment über eine winzige umstrittene Region rund um eine Kleinstadt, die nach dem letzten großen Krieg keiner der Siegermächte eindeutig zugeschlagen wurde und daher eine Zeitlang zur Enklave der Anarchie wurde. So könnte ein Schlüsselroman über den Banat anfangen, aber es ist keiner. Kaum dass die einzelnen Volksgruppen beginnen, sich selbst zu organisieren, beginnt der Zerfall. Jede Gruppe wählt Schulen in ihrer Sprache, baut eine eigene Verwaltung auf, zieht Steuern ein und stellt eine Miliz auf, um Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. Dennoch: "Die Zahl der Vernünftigen und auf Verständigung ausgerichteten Persönlicheiten nahm im gleichen Umfang ab wie die der Hitzköpfe und auf Feindseligikeiten eingestellten Personenkreise zunahm". Vor allem Intellektuelle auf allen Seiten fachen nationalistische Leidenschaften mit demagogischen Parolen und Erfindungen an. Misstrauen, religiöse Konflikte und die Manipulation der Schulbücher tun ihr Übriges. Als Höhepunkt des Zerfalls tritt eine neuartige, unbekannte Seuche auf den Plan, die sich rasend schnell ausbreitet: Die Patienten sind verwirrt, können ihre Sprache nicht mehr und beherrschen stattdessen fließend drei andere. Ein deutsches Mädchen sprach plötzlich nur noch ungarisch, rumänisch und serbisch. Ärzte und Honoratioren finden keine Erklärung und suchen sie sogar in allerhand Varianten des Aberglaubens. Ein Schelm, war dabei an die Corona-Pandemie und diverse virulente Verschwörungsmärchen denken muss. 

Nach zwei Wochen taucht plötzlich eine ehemalige Schulfreundin auf, die bei der Stadt einen Bürojob hat und deren Mann als ehemaliger kommunistischer Funktionär den Veränderungen der "Wende" nicht gewachsen war und in der geschlossenen Psychiatrie sitzt. Sie gibt sich ungewöhnlich vertraulich, obwohl er sie längst vergessen hatte. Eines Abends lädt sie ihn zum Essen ein, er verlässt den Turm mit ihr (gegen sein Verprechen sich selbst gegenüber). Es kommt wie es kommen muss, die Sache endet in ihrem Schlafzimmer. Doch vor ihrem Bett liegt "...eine schwarze Katze, wohl ein kastrierter Kater, der mich mit einem scharfen Blick aus grünen Augen anfauchte. Und nicht nur das, er wollte keineswegs weichen, sondern schien plötzlich in drei oder vier fremdartigen Sprachen mit mir zu reden oder vielmehr mich zu bedrohen und zu beschimpfen". So schön die nachfolgende Liebesnacht, so seltsam die Atmosphäre des Unheimlichen. Das undurchschaubare Tier taucht auch später immer wieder an unerwarteten Orten auf. So überraschend die unbekannte Krankheit auftaucht, so rätselhaft bleibt auch ihr ebenso plötzliches Verschwinden. Mit der Übernahme der Region durch Rumänien endet die politisch-gesellschaftliche Instabilität, obwohl durch Polizei und Behörden, wie der Autor bedauert, die typisch balkanische und im Grunde noch osmanische Mentalität der Korruption "eingeschleppt" wird. Nachdem die Erzählung diese Wendung genommen hat, gibt der Autor sein Manurkript ab, beendet sein Stipendium überstürzt und bricht trotz der erotischen Versuchung ohne Abschied nach Hause auf.

Eine weitere Erzählung über das grausame Schicksal eines erfolgreichen serbischen Kaufmanns im kommunistischen Rumänien, der dummerweise auch ein Menschenfreund war, enthüllt Verlogenheit und Nationalismus im Vielvölkerstaat Rumänien. Die Geschichte eines jungen Mannes, Sohn des Ersten Parteisekretärs, der sich mit der Waffe seines Vaters aus Liebeskummer erschoss, legt strukturelle Korruption unter den Funktionären bloß. Ein Banater Schwabe reist nicht mit seiner Familie nach Deutschland aus, um mit einer Armeemannschaft Fußballprofi zu werden. Besonders kafkaesk ist die Erzählung über einen Studenten der Geschichtswissenschaften, den die übliche Geschichtsklitterung angesichts seiner wissenschaftlichen Interessen ims Gefängnis bringt. Ebenso landet ein jungen Deutscher unschuldig für Jahre hinter Gittern, weil die Securitate ihn mit falschen Papieren und Versprechungen gegen einen verurteilten Mörder austauscht, der wohl einer der ihren ist. Noch krasser vielleicht wirken Erlebnisse eines Exilschriftstellers in der Bundesrebublik mit dem Auslandsgeheimdienst der Securitate. Versöhnlich nach so viel Lug und Trug ist schließlich doch das Ende der Erzählung "Spielwunderwelt", wo ein am System gescheiterter Wissenschafter tatsächlich ein neues Glück als beruflicher Quereinsteiger findet. Meisterhaft lässt Sterbling die Balance in der Schwebe, bis zuletzt das gründlich zerstörte Vertrauen durch einen guten Menschen wieder hergestellt wird.

Sterbling präsentiert keine autobiografischen Erzählungen. Aber seine Biographie scheint an vielen Stellen durch. Anton Sterbling wurde 1953 in Groß-Sankt-Nikolaus (Sânnicolau Mare) geboren und war ab 1972 Gründungsmitglied der regimektitischen Aktionsgruppe Banat. Ihren Ursprung nahm die Gruppe in einem Literaturzirkel, den die Deutschlehrerin Dorothea Götz am Lyzeum (Gymnasium) ins Leben gerufen hatte. Auch Rolf Bossert, Johann Lippet, William Totok, Richard Wagner und Ernest Wichner waren dabei. Die meisten studierten Germanistik in Timisoara, Sterbling studierte zunächst Elektrotechnik für Betriebsingenieure. Die Mitglieder der Aktionsgruppe Banat gehörten zur deutschen Minderheit im zumeist dörflichen Banat und waren zwischen 1951 und 1955 geboren. Maßstab war, so Sterbling, nicht der sozialistische Realismus, sondern "das Selbstgeschriebene, das uns immer wichtiger wurde“, „zunächst auf der Schülerseite der Neuen Banater Zeitung, später in anderen Zeitungen und Zeitschriften“ wie Universitas“. Horst Weber, damas Redakteur und Rezensent der Zeitung Die Woche aus Hermannstadt (Sibiu), nannte die Autoren nach einer Lesung „Aktionsgruppe junger Schriftsteller“. 1975 wurde die Gruppe vom Geheimdienst Securitate aufgelöst. Wie andere Mitglieder fürchtete Sterbling Repressalien und reiste aus. Lose befreundet waren mit der Gruppe auch Herta Müller, Oskar Pastior, Horst Samson und Werner Söllner. 

In Mannheim studierte Anton Sterbling Soziologie, Volkswirtschaft und Wissenschaftslehre und machte seinen Abschluss als Diplom-Soziologe 1981. Danach arbeitete Sterbling bis 1997 an der Bundeswehr-Universität Hamburg, zuletzt als Oberassistent und Privatdozent. In Hamburg promovierte er 1987 mit einer Dissertation über Eliten im Modernisierungsprozess. 1993 folgte seine Habilitation im Fach Soziologie. Von 1993 bis 1994 übernahm Sterbling eine Professurvertretung an der Universität Heidelberg, von 1996 bis 1997 ebenfalls vertretungsweise den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bonn. Von 1997 bis zu seinem Ruhestand (2019) lehrte Sterbling als Professor für Soziologie und Pädagogik an der Hochschule der Sächsischen Polizei und betreute von 2006 bis 2016 das Graduiertenkolleg Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Erfurt. Sterbling kennt also die unsteten Wechselfälle des teils prekären akademischen Wanderlebens hierzulande ebenfalls aus Erfahrung.

Die wissenschaftlichen Publikationen Anton Sterblings weisen ihn als Kenner der komplexen geopolitischen Verhältnisse und Geschichte zwischen Ost- und Westeuropa aus. Modernität und Rückstündigkeit, Zuwanderung und Integration, Nationalismen und multikulturelles Zusammenleben haben ihn zeitlebens interessiert.

Sterblings literarisches Debüt erschien erst 2019 beim Pop Verlag Ludwigsburg: der Band Entrückung in den Kopfstand. Gedichte und Texte 1968 bis 2019. ISBN 978-3-86356-283-0.

Mehr zum vielseitige Werk dieses Autors und Grenzgängers ist zu finden in der Monographie Über deutsche Dichter, Schriftsteller und Intellektuelle aus Rumänien. Pop Verlag, Ludwigsburg 2019, ISBN 978-3-86356-251-9.

Donnerstag, 18. März 2021

Spott-Reime mit Tante Mu: Freie Spielerei mit dem Entsetzen

Tante Mu

tanzt ab und zu

Mutantentango nach Kung Fu


Rund und drall

Schön und prall

So kopuliert sie überall


Tante Mu

Wer bist denn Du

Du drehst Dich dauernd fort im Nu


Ohne Schmu

Tante Mu

Drückt gern beide Augen zu


Ich und Du

Tante Mu

Spielen wir schon Blinde Kuh?


Bist Du gar die Gouvernante

Die ich früher einmal kannte

Zeig Dich doch Du Erz-Mutante


Tante Mu

Schaut Dir zu

Gibt noch lange keine Ruh


Letzte Ruh

Mit Tante Mu

Ist der allergrößte Clou


Klappe zu

Tante Mu

Bist halt eine dumme Kuh


Müde bin ich, Tante Mu

Gib doch endlich wieder Ruh

Schließe beide Augen zu

Dienstag, 2. März 2021

Stuttgarter Lyrik-Köpfe: alles nur geklaut?

Kleiner aktueller Beitrag zum Thema Lyrik und die große Verachtung für Kunst in der öffentlichen Wahrnehmung - speziell zu Corona-Zeiten: Eben öffne ich einen Flyer der Stadtbücherei Stuttgart, wo Festangestellte das Programm machen und solche Dinge mehr. Da steht eine große Werbung drin für einen Stuttgarter Lyrik-Cast in Farbe. Für diesen "crossmedialen Pod- und Video-Cast werden 30 Lyrikerinnen und Lyriker der "Literaturszene Stuttgart" mit zwei Gedichten von einer Schauspielerin und einem Schauspieler präsentiert - natürlich mit Fördergeld des Kunstministeriums. 12 der klugen Köpfe werden sogar von der Stuttgarter Künstlerin Hanna Wenzel illustriert. Die zeichnerischen Prozesse sind als Video zu sehen. Ich bin seit Beginn aktiver Teil der "Stuttgarter Literatur-Szene", aber hier mal wieder nicht dabei, weil ich nicht prominent bin.

Die Bücherei schmückt sich mit den lokalen Kreativen (tut aber in der Praxis kaum je etwas für sie, es sei denn, sie haben gerade einen Preis erhalten oder so). Meist begnügt sich die Bücherei mit dem Schnorren von Büchern, die dann im Regal stehen. Nun sind die unter dem Titel "Stuttgarter Lyrik-Cast" abgebildeten Köpfe nicht 12, sondern 30. Und sie gehören zu Kolleginnen und Kollegen, die mehrheitlich gar nicht in Stuttgart leben, teilweise nie gelebt haben. Auch wenn ich Nico Bleutge aus Tübingen oder Walle Sayer aus Dettingen bei Horb sehr schätze: Sie stammen ebenso wenig wie Peter Frömmig (Marbach), Christine Langer Ulm), Eva Christina Zeller und Kaus F. Schneider (beide Tübingen) oder Tina Strohecker (Ulm, Esslingen) oder Susabeh Mohafez (Stationen: Teheran Berlin Lissabon Stuttgart Althütte Schwäbisch Hall) aus Stuttgart und der näheren Umgebung. Auch Jochen Kelter nicht (Bodenseeraum) und José F.A. Oliver (Südschwarzwald). Sie sind aber irgendwie "prominent" und haben vielmehr fast alle im Verlag Klöpfer & Meyer publiziert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Es ist ja auch nicht böse, aber schon sehr einseitig.

Nein, es ist nicht alles nur geklaut, aber die Köpfe, meistens. Dafür fehlen andere. Vielleicht hat auch der auswählende Kollege nicht genug Ahnung von Lyrik oder ihm fehlt die Zeit für eine sorgfältigere Auswahl. Ich mache mich jetzt garantiert mal wieder unbeliebt. Aber mich tröstet, dass ich nicht allein bin. Unsichtbar wie ich sind viele. Man könnte ja nachfragen im Stuttgarter Schriftstellerhaus, beim Stuttgarter Schriftstellerstammtisch, bei Autorengruppen wie "Wrtrose". Wegen der Pandemie nicht nur ohne Aufträge, sondern weil ich als kleiner Rentner auch noch wage, nach Aufmerksamkeit für meine Kunst zu fragen, soll ich mich auch noch die Klappe halten und mich mit Begeisterung unsichtbar machen. Andere haben´s nötiger. Also verzichte ich gern aufs Geld und überlasse es denen, die es nötiger haben. Aber wieso soll meine Kunst unsichtbar sein?

Gut möglich, dass man für die Förderung durchs Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst einfach die Prominenten brauchte. Die, die oft genug eh schon a dabei sind, seit immer und ewig. Die üblichen Verdächtigen, die sich meistens gegenseitig einladen, weil sie in Juries sitzen oder Festivals leiten oder in anderen Gremien Einfluss haben. Und wenn es mit dieser Gewichtung Jahrzehnte lang so geht, komme ich halt als Stuttgarter Lyriker nicht vor. Auch wenn ich kurz vor der Pandemie der zuständigen Dame der "Stuttgarter Literaturszene" meinen neuen Lyrikband "Suleikas rebellische Kinder" schenken durfte. Der steht halt da jetzt rum. Und ich bin mal wieder nicht dabei, vermutlich einfach bloß vergessen. Und überhaupt: Man kann ja nicht alles lesen, wo kommen wir da hin? Wahrscheinich bin ich ja nur neidisch und gönne den anderen nichts. Weil ich so eitel bin und die anderen nicht. Und als alter weißer cis-Mann habe ich sowieso nichts mehr zu melden oder zu wollen.

Nach 14 Tagen meldet sich die Stadtbibliothek und gibt kund und zu wissen: Auswahlkriterium war, dass man einen Lyrikpreis aus Stuttgart oder der Region bekommen hat. Also doch Prominenz. Aber warum sagt das niemand gleich? Es könnte ja "Stuttgarter Lyrik-Preisträger" heißen. Aber dann ist es eben doch wieder Promi-PR. Lieber schmückt man sich unverdächtig scheindemokratisch mit Lokalpatriotismus, auch wenn´s nicht stimmt.


Sonntag, 14. Februar 2021

Genug ist genug: Die soziale Schere geht immer weiter auf

Niemand macht sich die Mühe, die Raubzüge der Regierungen durchs Volksvermögen seit Schröder mal systematisch zu addieren, sonst gäbe es längst eine Revolution: Senkung des Rentenniveaus ohne gleichzeitige Senkung der Beiträge, nachgelagerte Rentenbesteuerung, volle Besteuerung von Rentenerhöhungen, rückwirkende Beiträge für Krankenkassen aus Lebensversicherungen, die Enteignung der kleinen Sparer durch Nullzinspolitik und etliches, was weniger offensichtich ist, z.B. die beharrliche Weigerung Merkels, die "schleichende Progression" ohne Wenn und Aber zu beenden, wie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verlangt. Die Österreicher sind nicht produktiver, aber ihre Rente liegt im Durchschnitt um 800 Euro im Monat höher als unsere. 
Das Gesundheitswesen ist nicht weniger krank: In der Pandemie fehlen Ärzte, Krankenpflege- und Altenpflegepersonal. Das ist auch mit viel Geld nicht gewaltsam zu beschleunigen, weil man für vermehrte Ausbildung viele Jahre Zeit braucht. Das ist die Folge des "Kaputtsparens", unter dem auch Polizei, innere Sicherheit und Bundeswehr leiden. Welcher "normale" Rentner kann heute, falls er zum Pflegefall wird, Heimkosten mit einer Selbstbeteiligung von 2.100 € im Bundesdurchschnitt zahlen? Die Alternative ist das Sozialamt, bei dem auch solchen Rentnern nur 100 € Taschengeld im Monat bleiben, die 45 Jahre lang überdurchschnittlich verdient und entsprechend hohe Steuern und Sozialabgaben geleistet haben. 100 € für alles: Friseur, ein Besuch im Restarant zum Hochzeitstag oder auch nur im Café, ein Mantel, eine Jacke, ein Pulli, eine neue Hose, ein paar Schuhe, ein Schlafanzug, Wäsche und Hemden im Jahr, ein Wanderurlaub, Sportverein, Kultur, Blumen für die Frau, ein Geschenk für die Enkel oder mal ein Buch. Gut, die Klamotten gibt es notfalls auch vom Sozialamt, aber was hat das noch mit Würde zu tun? Ich konnte immer alles bezahlen, was ich brauchte, und das soll auch so bleiben! Doch wie soll das gehen, wenn die Miete steigt und die Rente nicht, und wenn doch, dann kassiert das Finanzamt die Erhöhung.
Da kämpft man um ein selbst bestimmtes Leben in Würde, und gleichzeitig steigen permanent die unmittelbaren Gesundheitskosten: Der Bedarf an Medikamenten, ebenso leider auch die Zuzahlungen, während die Krankenkassen immer mehr medizinisch Notwendiges "aus dem Leistungskatalog streichen": So nennt man diese Beitragssteigerungen durch die Hintertür, über die jede Kasse nach eigenem Ermessen entscheiden darf. Brille? - Vergiss es. Zahnersatz? - Vergiss es. Nicht einmal meine private Zusatzversicherung zahlt den vollen Zahnersatz, falls ich wirklich einen brauche. Für eine Gebiss-Sanierung müsste ich selbst im Ausland noch den Gegenwert eines Pkw als Eigenleistung hinblättern.
Es häbe noch vieles mehr, aber es ekelt mich an, dauernd in diesem Saustall sozialer Mißstände zu wühlen und mich dafür "Kommunist" nennen zu lassen. Von Leuten, die resigniert haben angesichts der Korruption überall, die es normal findet, dass Abgeordnete keine Rechenschaft über Nebentätigkeiten ablegen müssen oder beliebig viele hoch bezahlte "Aufsichtsrats"-Posten ansammeln dürfen - in Unternehmen die sie am Ende gbar nicht beaufsichtigen KÖNNEN, teils aus Inkompetenz, aber sicher wegen Zeitmangel. Wie groß muss das Unrecht werden, damit man von einem "Unrechtsstaat" reden darf, zu dem unsere freiheitlich-demokratische, soziale Marktwirtschaft pervertiert worden ist? Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Der Zorn auf uneinsichtige Politiker wächst

Tag 50: auch ich finde den harten Lockdown notwendig. Aber mein wachsender Zorn richtet sich gegen ein miserables Impfmanagement der Regierungen (War der frühe Impfstart bloß ein PR-Gag?! Warum macht jeder mit den Prioritäten, was er will?!), hartnäckige Beratungsresistenz und mehrfachen Wortbruch: Die "schnelle und unbürokratische Hilfe" für viele Soloselbständige und Kleinunternehmen kommt nicht oder um Monate zu spät, ist mit irrsinniger Bürokratie verbunden. Warum zum Teufel nimmt man nicht einfach die letzte Steuererklärung und weist die Finanzämter an, die Hilfen presto auszuzahlen?! Datenschutz geht vor Infektionsschutz.

Vor allem aber die Kultusministerien regen mich auf: Seit August 2020 gibt es Klarheit über wissenschaftlich zertifizierte, gut wirksame und preiswerte Luftfilter, aber es gibt einfach keine Förderung dafür. Das bedeutet u.a.: Der Lockdown und die Auftrittsverbote für 90 Prozent der Kulturbranche wären unter klaren Auflagen überflüssig, aber niemand hört auf die Fachleute. Seit Sommer 2020 gibt es Konzepte für einen sicheren Schulunterricht und sichere Altenheime, aber Wechselschichtunterricht, geteilte Klassen, sinnvolle Massentests wurden bis zum Februar notorisch abgelehnt. Dafür pferchte man Schulklassen in überfüllte Busse und Bahnen, zwang sie mit klammen Fingern in der Kälte zu sitzen und ließ die Eltern Eltern teilweise auch die Lehrer, im Regen stehen.

Ich fasse es nicht! Leute, SO GEHT DAS NICHT! Die Grundrechte sind nichts, was die Regierungen zu "gewähren" hätten, ebenso wenig irgendwelche Lockerungen. Kein Mensch in diesem Land, der noch alle Tassen im Schrank hat, leugnet die Pandemie oder die Gefährlichkeit von Virusmutationen. Mit Ausnahme gefährlicher Aktivisten, die man ungehindert das Virus verbreiten ließ - im Namen der "Grundrechte auf Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit! Unser Grundrecht auf Gesundheit oder das der Pflegekräfte und Ärzte schützt man so sicher nicht. Nicht einmal ein Verdienstausfall wegen Berufsverbot ist zu "gewähren". Der steht den Betroffenen nach Recht und Gesetz zu! Ja, wir haben Probleme. Aber es ist schlicht und einfach unverzeihlich, Lösungen zu verweigern, wenn es sie gibt.

Nach Lage der Dinge wundere ich mich nicht über explodierende Infektionszahlen, fehlende Kapazitäten bei Pflege und Impfindustrie oder Verstöße gegen Corona-Verordnungen. Ich wundere mich darüber, dass nicht alles noch viel, viel schlimmer ist! Dabei rege ich mich nicht mehr über Kinder auf, die in der Brunnen gefallen sind, sondern über uneinsichtige Politiker, die meinen, sie könnten ungestraft über ein Jahr lang in einem völlig unverhältnismäßigen Ausnahmezustand regieren, ohne ihr Tun mit Augenmaß zu begründen. Sie haben Maß und  Empathie verloren. Und das ausgerechnet in einem Jahr mit 6 Landtagswahlen und einer Bundestagswahl! Das wird einigen Herrschaften schmerzhaft und krachend auf die Füße fallen. Ich will nur hoffen, dass wir dafür nicht alle büßen müssen.

Dienstag, 12. Januar 2021

Im Schatten der Krisen: Generalangriff auf die Demokratie

Viele Leute meinen zu Recht, die Menschen hätten momentan andere Sorgen als die Verteidigung der Demokratie. Seit der Erstürmung des Kapitols in Washington jedoch warnen FBI und Geheimdienste vor offenen bewaffneten Aufständen und Putschversuchen bei der Vereidigung von Joe Biden als gewählter demokratischer Präsident der USA. Was bisher auch die meisten Fachleute eher isoliert betrachtet haben, nämlich das Agieren autoritärer Führer, ist global orchestriert. All das findet während bzw. seit Beginn und im Windschatten großer globaler Krisen statt: New-Economy-Krise, Börsencrash, Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Corona-Krise. Es ist wirklich etwas zu viel in letzter Zeit.

Viele Menschen sind bedrängt von allen Seiten, enttäuscht von gebrochenen politischen Versprechen, verarmt, verängstigt und verunsichert. Deshalb hoffen sie auf einen Heilsbringer, eine Führer, eine Lichtgestalt, einen Messias, ob der nun Bolsonaro oder Nethaniahu heißt. Deshalb glauben sie jeden Mist. Sie wollen glauben, weil ihre Hoffnungen schwinden und weil sie schon zu oft belogen und betrogen wurden. Es ist wie mit dem Glauben an das Abnehmen durch Diät: Irgendwann muss doch endlich eine kommen, die wirkt! Existenzsorgen und akute Nöte bzw. Bedrohungen werden auch durch die Klimakrise mit steigendem Meeresspiegel, verpesteter Atemluft, endlosen Waldbränden und platzenden Methanblasen im sibirischen Permafrost nicht geringer. Die Häuser der Sibirjaken versinken im Boden, die von Venedig oder New Orleans im Wasser und die von Timbuktu im Sand. Das Wetter spielt verrückt, weil das Klima todkrank ist und auf dem letzten Loch pfeift. Idealer kann der Nährboden nicht sein für Leute, die darauf ein böses Süppchen kochen, um ihre eigenen Ziele durchzusetzen. Am 23. Januar steckten Demonstranten ein Corona-Testzentrum in den Niederlanden an. Das waren keine spinnerten Impfgegner, sondern ein (wohl aus Moskau) ferngesteuerter und von langer Hand systematisch aufgehetzter Mob.

Populisten versprechen das Blaue vom Himmel - und schwupps, gibt es einen Brexit oder keinen Regenwald mehr. Und wenn diese Typen erst mal da sind, gehen sie nicht mehr ohne weiteres - wie Donald Trump oder Wladimir Putin. Als Heinrich Böll eine Kurzgeschichte mit dem Titel "Es muss etwas geschehen" schrieb, war das noch Satire. Heute ist Hohlsprech in Leerformeln ein politisches Programm.

Man kann mühelos eine Zusammenschau von Aktivitäten dieser Art improvisieren. Zuckerbrot und Peitsche: Unschlagbar günstige Lockangebote, Kredite und dann Knebelverträge prägen sowohl Chinas Industrie- und Handelspolitik, das Projekt "Seidenstraße" als auch den Abbau von Bodenschätzen oder die Landwirtschaft auf fremden Boden zur eigenen Versorgung in Afrika. Chinas Griff nach Honkong und bald vielleicht auch Taiwan unter Bruch internationaler Verträge sind brandaktuell. In Russland und seinen früheren Teilstaaten wie der Ukraine und Belarus sind autoritäre Regierungen etabliert, aber auch in den Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Ebenso wenig zufällig sind die aggressive Politik Putins in Syrien und in der Arktis, Erdogans illegale Bohrschiffe auf dem griechischen Festlandsockel und sein Zündeln in Berg Karabach oder Libyen. Iran destabilisiert den Libanon mit Hisbollah, Hamas und iranischen Milizen, die auch in Syrien stehen, um Israel militärisch einzukreisen und den Saudis Paroli zu bieten. Saudiarabiens ultra-orthodoxe islamische Wahabiten ihrerseits finanzieren Söldner und Prediger, Schulen, Moscheen und den Druck von Koranen in der ganzen Welt. So haben sie erfolgreich ihr menschenverachtendes, frauenfeindliches Weltbild und ihre rückständige Interpretation des Korans in alle Welt exportiert. Die Mittel dazu hat ihnen das Erdöl beschert. - Ein Grund mehr, sich unabhängig von Öl und Gas zu machen. Das alles hat Methode, auch wenn es vielleicht nicht gut abgesprochen ist, weil die Protagonisten einander spinnefeind sind. Doch das kann sich alles noch ändern.

Mental gibt es keinen Unterschied zwischen IS, religiösen Fanatikern wie den Saudis oder den iranischen Mullahs (übrigens auch fanatischen Hindu-Nationalisten in Indien), Neonazis und Linksterroristen bzw. gewalttätigen Antifa-Akitivisten oder Naturschützern. Für sie alle ist die freiheitlich-rechtsstaatliche, liberale Demokratie des Westens moralischen verkommen und das Feindbild Nr. 1: "dekadent", korrupt, verlogen und eine dauernde Bedrohung. Wo sie schwächelt, bekommen Autokraten, Identitäre, Faschisten, Fanatiker und Rassisten Oberwasser. Ihr "Wir gegen die" unterscheidet nicht mehr zwischen Freund und und  Feind, zwischen Gegnern und Weltsichten, sondern zwischen zwei parallelen Welten. In denen ist kein Platz für "die anderen". Deshalb ist keine Diskussion möglich mit Faschisten und Anhängern von Verschwörungsmythen aller Art. Deshalb bleiben auch fundamentalistische (evangelikale) Christen wie in den US-Südstaaten, Polen und in den orthodoxen Kirchen (schon auf dem Balkan) sowie streng orthodoxen Judengemeinden so empfänglich für dergleichen wie jede Sekte. Für diese Menschen ist Corona keine Krankheit, sondern entweder eine Waffe der Eliten zur Unterjochung der Massen und zum Aufbau einer Weltdiktatur - oder eine Strafe Gottes für die Ungläubigen, der seine treuen Diener persönlich beschützt und in einem besseren Jenseits tröstet.

Weiße oder arabische Milliardäre bzw. Oligarchen haben es Steve Bannon ermöglicht, auch in ganz Europa sein Gift durch rechte "Thinktanks", Medien (Verleger wie Götz Kubitschek) und Parteien-Förderung in die Köpfe der Menschen zu träufeln. Und weil Geheimdienste und Politik diese Entwicklung und ihre Träger lange Zeit nicht ernst genommen haben, sind sie jetzt überall und haben sogar unsere Sicherheitsorgane unterwandert. Dazu gehört auch das überfällige Regulieren der Internetkonzerne wie Google, Facdebook, Amazon und Co. Konzerne maßen sich an, über die Kontrolle und Umsetzung von Recht und Gesetz zu entscheiden. Wenn sie Trump bei Twitter rauswerfen, weil er einen Putschversuch anzettelt und mit Lügen und Hasstiraden seine Anhänger zu Gewalt gegen seine politische Gegner aufstachelt, weil keiner sonst diese Notbremse ziehen kann, ist das ein Skandal! Bill Gates, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos dürfen nicht bestimmen, wann es genug oder zu viel ist.

Nein, ich bin nicht paranoid. Doch ich habe schon bei der Bundeswehr durch einen Wochenendjob in Berlin, als Student und als Journalist durch vielfälige Kontakte und Reisen (auch zu Ex-Stasi-Offizieren und Geheimdienstlern zwischen Ost und West) Erfahrungen gesammelt, die immer von Spezialisten bestätigt worden sind. Das alles habe ich nach dem Fall des "Eisernen Vorgangs" und bei Flüchtlingskrise durch Recherchen zur organisierten Kriminalität und zum Terrorismus immer wieder aktualisiert. 

So habe ich z.B. schon vor 20 Jahren die Schmuddelecken des Darknet recherchiert. Aber die Digitaslisierung der Polizei ist bis heute ein Treppenwitz! Politiker aller Parteien haben einfach zu lange nicht gemerkt oder nicht ernst genommen, was es heißt, dass Deutschland bei der Digitalisierung der Behörden ganz hinten steht: Das ist beileibe nicht bloß das endlose Warten auf einen Termin bei Behörden oder eine Kfz-Zulassung, abgehängter ländlicher Raum, langsames oder ganz fehlendes Internet, nicht funktionierende oder nicht aufeinander abgestimmte Behördensoftware, verkorkste Bildungsansätze und verpasste Lebenschancen. Kein Netz, nirgends. Vom PC-Museum in deutschen Behörden schweige ich lieber ganz.

Nur aus diesem Grund ist Deutschland auch ein so beliebter Rückzugsraum für Terrroristen, Mafiosi, Waffenschieber und andere finstere Gestalten. Nicht nur für illegale Drohnenkrieger der US-Army oder Spekulanten, die an Börsen weltweit nanoschnell mit Währungen handeln oder Kurse manipulieren, sind wir eine Top-Adresse. Nein, wir sind auch darum ein Paradies für weltweiten Menschenhandel und Kinderpornographie, weil unsere Polizei in der digitalen Steinzeit lebt. In den USA sind die Probleme noch lange nicht vorbei. Weder dort noch bei uns gibt es Grund zu Panik. Aber ich denke schon, die Demokraten müssen wachsamer und wehrhafter werden, und zwar schnell. Sonst ist die ganze Münchner Sicherheitskonferenz akademisches Pillepalle.

Donnerstag, 7. Januar 2021

Ein neuer Krake auf dem Buchmarkt: Drogerie-Tycoon Dirk Rossmann

So geht das: Bücher verkaufen, obwohl der Buchhandel im Lockdown steckt. Eben lese ich auf Facebook von einem bemerkenswerten Artikel im Fachblatt "Buchreport":

Bock auf Bücher:
Die Drogeriekette Rossmann ist über ihre Beteiligungs-Gesellschaft mit 3,05 % bei Bastei Lübbe eingestiegen. Drogerie-Baron Dirk Roßmann, 74, hatte bei dem Verlag Ende 2020 seinen ersten Roman veröffentlicht, den Klimakrisen-Thriller Der neunte Arm des Oktopus.
Rossmann beteiligt sich an Bastei Lübbe - buchreport
buchreport.de
Rossmann beteiligt sich an Bastei Lübbe - buchreport
Der Drogerieunternehmer Dirk Roßmann beteiligt sich nach seinem j

 

Und das im Windschatten der gigantischen Ablenkung durch Corona, Trumps Sturm auf das Capitol, Putins und Chinas Angriff auf internationales Recht, Erdogans Kriegstreiberei etc.! Das ist nicht nur skandalös, das schreit angesichts geschlossener Buchhandlungen nach der Justiz! Dieser Lümmel schert sich genauso wenig um Fairness und Anstand im Handelsrecht wie Jeff Bezos mit Amazon. Außerdem ist dieses Handeln eine offene Verhöhnung aller AutorInnen und Autoren, die hart und ehrlich für einen Erfolg arbeiten.