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Fang Shen beim Schlussapplaus |
Am 29. August spielte die chinesische Pianistin Fang Chen bei der Musik Pause im Fruchtkasten am Schillerplatz eine eindrucksvolle Interpretation der Fantasie in C-Dur von Robert Schumann (1810 - 1856). Sie gehört zur Meisterklasse von Florian Wiek in der Stuttgarter Musikhochschule, wo sie nach dem Bachelor- und Masterstudium am Mozarteum Salzburg seit 2022 einen Studiengang als Konzertpianistin absolviert.
Schon als Schülerin gab sie Konzerte in Peking, Tianjin, Wuhan und Tangshan, und während ihres Studiums trat sie häufig in Österreich, Deutschland und Italien auf. Sie ist also längst eine erfahrene Konzertpianistin, und das war zu hören.
Die technisch anspruchsvolle, gefühlsbetonte Darbietung der jungen Künstlerin zeigte nicht nur deren große musikalische Qualität und eine brillante Beherrschung des Instruments. Sie demonstrierte auch ein tiefes Verständnis für eines der größten musikalischen Genies der deutschen Romantik. Nach den rasend schnellen Läufen der ersten beiden Sätzen bot Fang im langsamen, getragenen dritten Satz eine besondere Sicht auf die Melancholie des Werkes: Musik, die Seelen berührt. Einige Sekunden lang herrschte nach dem Schlussakkord eine andächtige und respektvolle Stille, in der man die sprichwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können. Bis dann der verdiente Applaus mit vielen Bravorufen losbrach. Bitte mehr davon!
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