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Freitag, 22. Oktober 2010

Mal ein Gedicht

Stuttgart 60


Ganz wie das Wasser immer nur nach unten rinnt,
so schwinden mir die Stunden und die Tage.
Ist das normal, das so viel ohne mich beginnt,
hab ich tatsächlich keinen Grund zur Klage?

Es ist der Größenwahn, der spaltet diese Stadt.
Sie reißen ab und bauen neu aus reiner Gier.
Es sind Gesetze, die das Recht verlassen hat.
Sie raffen, und sie schlagen Schädel ein dafür.

Wo ist der Glaube, den es hier einst gab?
Sie reden von Erfolg und meinen Geld.
Es ist nicht ihres. Es ist ein Milliardengrab.

Doch ohne Spuren geht ihr nicht aus dieser Welt.
Habt ihr gelebt, geliebt, gekämpft, gelitten? –
Dann müsst ihr auch nicht um Verzeihung bitten.


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